Business Trip - Sweet Home Alabama und Schlafstörungen
Date: 04. bis 10.03.2018
Kollegen: Robert, Britta, Balazs und die Amis :-)
Hotel: 4 Sterne Hilton Embassy Suits
Grund: Inbetriebnahme Prüfequipment bei Daimler

Reise über den Teich:

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Start in München :-)

 

Eine Woche durfte ich nach Amerika, genauer nach Tuscaloosa in Alabama reisen. Eine Amerikareise ist ja für mich immer ein Highlight, aber da ich dieses Mal beruflich über den Teich durfte bzw. musste, hielt sich meine Freude doch eher in Grenzen. Erschwerend kam auch noch dazu das ich Brigitte mit unserem kleinen Tim alleine Zuhause lassen musste. Mit Britta und Robert flog ich am Sonntag von München über Chicago nach Birmingham, von wo es mit dem Mietauto nach Tuscaloosa ging. Da wir 5 Stunden Aufenthalt in Chicago hatten, zog sich die Reise ziemlich in die Länge. Start in Schwarzach um 7:30 Uhr und Ankunft um 23:30 Uhr im 4 Sterne Hilton Embassy Suits. So nebenbei hatten wir auch noch eine 7 stündige Zeitverschiebung zu verbuchen :-)

Beruflich langweile ich jetzt nicht mit Einzelheiten. Wir arbeiteten im Daimler Werk. Meine Aufgabe in dieser Woche war die Implementierung von Prüfequipment, welches von mir entwickelt wurde. Auch durfte ich die Mitarbeiter schulen, was natürlich in Englisch etwas anstrengender ist :-) Projekt erfolgreich abgeschlossen, großartig mehr gibts da nicht zu erzählen...

Tuscaloosa und Morgenlauf:

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Unser Hotel:

 

Informationen über Tuscaloosa: Tuscaloosa ist eine Stadt am Black Warrior River im US-Bundesstaat Alabama im Tuscaloosa County. Der Name der Stadt leitet sich aus zwei Worten in der Sprache der Choctaw-Indianer her: „Tushka“ für „Krieger“ und „lusa“ für „schwarz“. Es wird vermutet, dass der Name seinen Ursprung im Indianerhäuptling Tushkalusa hat, der 1540 vom Spanischen Eroberer Hernando de Soto in der Schlacht von Mauvilla besiegt wurde. In den Jahren 1826 bis 1846 war Tuscaloosa Regierungssitz des Bundesstaates Alabama. Die Ruinen des State Capitols sind heute noch zu besichtigen. Im Sezessionskrieg (Amerikanischen Bürgerkrieg) wurde die Stadt von den Truppen der Nordstaaten niedergebrannt. Im Norden der Stadt erstreckt sich der Lake Tuscaloosa, ein Stausee mit ufernahen luxuriösen Villenvierteln. In der Nähe der Stadt befinden sich der Tannhill State Park und der Lake Lurleen State Park.

Viel gibt es auch sonst nicht zu berichten, da meine Zeit für Sightseeing begrenzt war. Von Sonntag auf Montag starteten wir mit Schlafmangel dank des Jetlags. Ich nutzte dies gleich für einen 12 km Morgenlauf am Black Warrior River vor dem Frühstück. Leider kam mir ein Highway in die Quere und ich musste auf dem selben Weg wieder zurück. Es machte Spaß das amerikanische Morgenleben zu beobachten, wie die typisch, amerikanischen Schulbusse Kinder abholen und die Leute in ihren riesigen Pickups in die Arbeit fahren. Auch meine Achillesprobleme werden weniger und langsam kommt dadurch auch immer mehr die Freude am Laufen zurück. Dies ist auch nötig, damit ich endlich Fahrt im Lauftraining aufnehmen konnte. Zu viele Ziele stehen dieses Jahr an.

Snakehandler & Co.

Am Abend ging ich noch ins hoteleigene Fitnessstudio um auf dem Ergometer zu ballern. Der 8 m Pool war überschaubar, aber für ein paar Kraulzüge reichte es :-) Später nutzten wir noch das 2 stündige Freibierfenster im Hotel aus, bevor wir in ein typisch amerikanisches Restaurant , das Jim`Nicks BBQ, gingen. Unser amerikanischer Kollege Rafael unterhielt uns fleißig und dadurch wurde der Abend sehr kurzweillig. Der anschließende Supermarktbesuch faszinierte mich immer wieder aufs Neue, da es im Amiland nichts gibt, was es nicht gibt :-)

Leider konnte ich auch in der zweiten Nacht nur bis 3 Uhr schlafen. Ich nutze dies gleich um mit Brigitte zu telefonieren und damit mir nicht langweillig wurde, ballerte ich ab 5 Uhr im Fitnessstudio auf dem Ergometer und legte auch noch eine Krafttrainingseinheit vor dem Frühstück ein. Ich war aber nicht der einzige Verrückte, der zu dieser unchristlichen Zeit trainierte. Das Hotel bot ein sehr abwechlungsreiches kontinentales Frühstück an, was mir sehr entgegen kam. Nach dem langen Arbeitstag lief ich noch eine halbe Stunde am Black Warrior River. Dank Zeitmangels musste ich etwas beschleunigen und ballerte eine 4 er Pace auf knappe 8 Kilometer. Wird langsam wieder. Am Abend gingen wir dann in ein gemütliches, amerikanisches Restaurant, wo wir uns Steak und Bier schmecken ließen. Hier kann ich nur den kleinen Insider Tipp geben, lasst die Finger vom Snakehandler, einem 10 prozentigem Bier :-)

Ein paar Impressionen:

Sightseeing Run durch Tuscaloosa:

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16 oz :-)

 

Dank der gestrigen Biere und Snakehandlers konnte ich diese Nacht schlafen und musste nicht schon um 5 Uhr ins Fitnessstudio :-) Nach dem Frühstück ging es bei traumhaften Sonnenschein, aber eisigen Temperaturen, wieder ins Daimler Werk zum werkeln :-) Am Abend startete ich zu einem kleinen Sightseeing Run durch Tuscaloosa. Es war kalt, aber sonnig, ideal zum Laufen. Ich lief am University Blvd in Richtung Footballstadion. Das Footballteam der Universität heißt Alabama Crimson Tide und spielt in der Southeastern Conference, die dem College-Sportverband NCAA angehört. Das Bryant-Denny Stadium – benannt nach George Hutchenson Denny, einem Präsidenten der Universität und dem berühmten Trainer Paul „Bear“ Bryant (ihm ist in Tuscaloosa ein Museum gewidmet) – fasst 101.821 Besucher und ist somit das achtgrößte Stadion der Welt. Ich umrundete das riesige Stadion und machte viele Fotos :-) Weiter ging es dann zur Universität. Tuscaloosa ist Sitz der University of Alabama, welche mit über 31.700 Studenten der Hauptcampus des University of Alabama System ist. Das Foster Auditorium der Universität war am 11. Juni 1963 Schauplatz des Stand in the Schoolhouse Door, als Alabamas Gouverneur George Wallace durch persönlichen Einsatz verhindern wollte, dass sich die beiden schwarzen Studenten Vivian Malone Jones und James Hood in die Universität einschrieben. An der Hochschule befindet sich das University of Alabama Arboretum, ein Arboretum mit einer Fläche von 24,3 Hektar. Auch hier konnte ich viele schöne Fotos machen, während ich über das Universitätsgelände lief. Mein letztes Ziel war „The Park at Manderson Landing“ am Black Warrior River. Hier legte ich noch ein paar Laufkrafteinheiten ein und genoß den Sonnenuntergang hinter dem Fluß. Später fuhren wir zum „Texas Roadhouse“, wo ich ein riesiges 16 oz Sirolin Steak verdrückte. Dazu gab es natürlich amerikanisches Bier und keinen Snakehandler.

Es geht wieder nach Hause:

Am vorletzten Tag legte ich eine kurze Indoor Cycle Einheit mit anschließendem Krafttraining vor dem Frühstück ein. Bei Daimler machten wir gute Fortschritte und ich konnte am Abend beruhigt zu einer kleinen Einkaufslaufeinheit starten. Ich fand für meine großen und kleinen Mäuse im College Shop die passenden Souveniers. Später gingen wir in ein mexikanisches Restaurant mit coolem Ambiente und leckeren Gerichten. Kochen können sie die Amerikaner, das muss man ihnen lassen. Ich ging nach dem Essen zurück aufs Zimmer, während meine Kollegen noch die Kneipen in der Umgebung unsicher machten. Ich glaube ich werde alt :-)

Dafür war ich fit und werkelte am nächsten Tag schon um 5 Uhr früh im Fitnessstudio, bevor es ein letztes Mal zu Daimler ging. Ich schloss mein Projekt mit meinem ungarischen Kollegen Balazs erfolgreich ab. Ich verabschiedet mich dann nach dem Mittagessen von Robert, Britta und Rafael, die noch eine Woche in den Staaten und bei Daimler „genießen“ durften. Balazs war so nett und fuhr mich zum eine Stunde entfernten Flughafen von Birmingham, wo ich meine Koffer eincheckte und auf den Flug nach Chicago wartete. Da ich nur eine Stunde Aufenthalt hatte, musste ich mich beeilen den Flug nach München zu erwischen, wo ich mit dem Mietauto nach Hause fuhr.

Fazit:

Auch wenn der Zeitpunkt so kurz nach der Geburt meines Sohnes nicht optimal war, kann ich auf eine positive Woche zurückblicken. Mein Projekt bei Daimler lief stabil und ich konnte somit zufrieden sein. Auch war es wieder schön, als großer USA Fan die amerikanische Luft zu schnuppern. Dank einiger Laufeinheiten am Abend, konnte ich einige Eindrücke von der Studentenstadt Tuscaloosa sammeln. Auch das Team war super in Ordnung und wir hatten viel Spaß zusammen mit den Kollegen aus den USA und Ungarn. Täglich lachten wir über die Insiderwitze: „Where is Scott“ und „Snakehandler – Schlangenbeschwörer“ :-) Aber ich war auch wieder froh meine Familie in den Arm nehmen zu können :-)

Back in Bayern :-)

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